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Fahren mit Strom

E-Mobilität boomt, die Visionen der Hersteller sind beinahe grenzenlos, Innovation und modernste Details lassen das Herz eines jeden Automobil-Fans höherschlagen. Vor dem Kauf gibt es jedoch grundlegende Dinge zu beachten. So wird das Fahren zum Genuss.

 

Die Preisschere zwischen E-Autos und Diesel- oder Benzinmotoren ist noch sehr groß. Trotzdem steigen immer mehr Menschen auf die grüne Mobilitäts-Alternative um. Hersteller und Ingenieure arbeiten stetig an Verbesserungen, Innovationen und neuen technischen Details ihrer Modelle. Auch die passende Infrastruktur wird in Städten immer weiter ausgebaut, um E-Mobilität praktikabler zu gestalten. Der Markt an E-Autos ist spannend, neu und vor allem etwas, das in Zukunft ein nicht mehr wegzudenkendes Thema sein wird. Wer sich für ein Modell mit Elektroantrieb entscheidet, sieht sich jedoch in der heutigen Zeit noch mit einigen Herausforderungen konfrontiert. In Oslo raten Behörden zum Beispiel vom Kauf ab.

Der Grund sind vor allem fehlende Ladestationen. Bis die Infrastruktur nicht optimiert vorhanden ist, sieht man sich als Fahrer auch hierzulande eventuellen Unannehmlichkeiten gegenüber. Und es gibt noch mehr Faktoren, die vor dem Kauf genauer betrachtet werden sollten: Die Anzahl der Fahrgäste, die tägliche Reichweite und die Nutzungshäufigkeit sind Fragen, die es vorab zu beantworten gilt, um sich für oder gegen ein E-Auto sowie für ein passendes Modell entscheiden zu können.

 

Die Reichweite

Weite Strecken oder Kurzdistanzen? Überlegen Sie sich vor dem Kauf eines Elektroautos, welche Fahrgewohnheiten sie pflegen! Denn die Reichweite von Elektroautos ist sehr unterschiedlich. Mit neueren Modellen wurden die Dimensionen zwar stetig erhöht, für Menschen, die jedoch weite Strecken zurücklegen müssen, pendeln oder im Außendienst tätig sind, ist die Kapazität eines günstigeren Modells sicherlich nicht ausreichend. Während einige Modelle bis zu 500 Kilometer in einer Akku-Ladung zurücklegen können, fahren kosteneffiziente Fahrzeuge teils rund 60 Kilometer.

Für kurze Distanzen mit der Möglichkeit, immer wieder an einer Ladestation anzudocken, ist ein E-Auto mit geringerer Reichweite empfehlenswert. Ein Top-Beispiel hierfür ist der Renault Twinzy, der schon ab 7.000 Euro in Ihrer Garage parkt. Zudem sollte man unbedingt einen Puffer von etwa einem Drittel Reichweite einbauen, denn bei jedem Ladevorgang verliert der Akku an Power. Ein Richtwert: Bei einem Arbeitsweg von täglich 70 Kilometern, sollte man deshalb einen Wagen mit einer Reichweite von mindestens 105 Kilometern kaufen.

 

Der Preis

Die Preis-Range der Automobil-Industrie ist enorm. Die Preisunterschiede zwischen Elektroautos und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ist jedoch noch massiver. Wer aber denkt, je größer die Reichweite der Elektro-Variante, desto teurer das Auto, der irrt. PKWs mit einer Reichweite von fast 300 Kilometern gibt es bereits ab 20.000 Euro. Vor allem ist das Label entscheidend! Der VW Passat mit 60 Kilometern Kapazität kostet in seiner Anschaffung rund 45.000 Euro. Im Vergleich dazu: Der Kia Geländewagen mit einer Reichweite von fast 500 Kilometern. Kosten: 35.000 Euro.

Ins Budget fällt dann selbstverständlich auch der Ladevorgang. Das Laden eines Elektroautos ist kostengünstiger als das Tanken von Benzin oder Diesel. Viele profitieren sogar von kostenlosen Ladestationen am Arbeitsplatz. Ein weiterer Pluspunkt: E-Fahrzeuge sind in ihrer Wartung weniger intensiv und kaum anspruchsvoll, da sie keine Verschleißteile für Verbrennungsmotoren besitzen.

 

Die Infrastruktur

Wer mit dem Diesel- oder Benzin-Auto unterwegs ist, macht sich selten Gedanken darüber, wo die nächste Tankstelle zu finden ist. Vor einer Fahrt mit der Elektro-Variante ist es jedoch essenziell, sich vorab zu informieren, wo sich Ladestationen befinden. Unabkömmliche Faktoren sind diesbezüglich die Distanz zwischen Start- und Endpunkt, geplante Zwischenstopps und benötigte Infrastruktur - die perfekte Vorbereitung ist vor einer Reise mit dem E-Auto alles! Die Gegebenheiten sind in Metropolen und größeren Cities idealer als in ländlichen Gegenden. Auf der Website E-Tankstellenfinder sind für Anhänger der grünen Mobilität in ganz Europa die nächstgelegenen Ladestationen ausfindig zu machen.

Vor Antritt einer jeden Fahrt ist es empfehlenswert das Fahrzeug zuhause an der Steckdose zu laden. Rund 14 Stunden Zeit sind dafür einzuplanen. Vor dem Umstieg auf E-Mobilität sollten Interessierte sämtliche Anschlüsse für eine solche hohe Belastung checken lassen. Für etwa 1.000 bis 3.000 Euro kann auch eine sogenannte Wallbox installiert werden, die eine höhere Spannung als das normale Stromnetz im Haushalt liefert.

 

Akku mieten oder kaufen

Bei guter Pflege hält ein Akku bis zu zehn Jahre. Wer sich dafür entscheidet, das Auto mit Akku zu kaufen, muss mit einem höheren Anschaffungspreis rechnen. Mietet man hingegen die Batterie, fallen monatliche Kosten dafür an, die sich an der jährlichen Fahrleistung orientieren. Dafür wird sie jedoch ersetzt, sollten an der Batterie Probleme auftreten. Um sicherzugehen, ist es angebracht bei seiner Versicherung nachzufragen, ob diese die Gebühren für einen defekten Akku abdecken. So fällt die Entscheidung zwischen mieten oder kaufen am leichtesten.

 

Der Umweltfaktor

Grüner fahren und damit die Umwelt entlasten, wohl der Hauptfaktor für diejenigen, die sich für den Umstieg auf Elektroantrieb interessieren. Allerdings gilt neben der gesamten Herstellung auch der Akku selbst als Umweltsünde. Dessen Herstellung benötigt nämlich nicht nur viel Energie, auch die Entsorgung und die Bestandteile der Akkus sind nicht sehr umweltfreundlich.

Lithium-Gewinnung, Grundwasserverunreinigung, Bodenbelastung etc. sind Schritte und Folgen, die die Natur belasten. Jedoch ist man in der Branche auf einem guten Weg: BMW hat zum Beispiel Ende März letzten Jahres angekündigt, kein Kobalt mehr aus dem Kongo zu beziehen, um so gegen die unwürdigen Bedingungen der Arbeiter vorzugehen.

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