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Menswear und Lifestyle mit Anspruch
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Der Mann der Wildnis

Vor sechs Jahren entschied sich Marc Freukes dafür, auszusteigen. Nicht aus einem fahrenden Auto, nicht aus einem Zug, sondern aus seinem bisherigen Leben. Er entschied sich dafür, sich nicht mehr über die Karrierestufe zu definieren, sondern über sein bloßes Menschsein. Dies ist die faszinierende Geschichte eines Lebenskünstlers.

 

Fußball, Tennis, schwimmen, skifahren... Die Förderung und Entwicklung des eigenen Kindes stand für Marc Freukes Eltern seit frühester Kindheit an erster Stelle. Alle Möglichkeiten sollten ihm offen stehen, alle Chancen gegeben werden. Doch seine Freude fand Marc stets in der Ruhe - das Angeln war ihm am liebsten. Hier konnte er schon als Kind die Stille des einfachen Lebens genießen. Bereits in jungen Jahren hatte der Deutsche eine ganz eigene Version von seinem Werdegang, konnte und wollte sich nicht damit anfreunden, Dinge lernen und tun zu müssen, die ihn persönlich nicht erfüllten, ihn nicht in seiner Persönlichkeit vorantrieben. Trotzdem studierte Freukes zwei Semester lang BWL, bevor er die Ausbildung zum Golflehrer begann. Als diplomierter Trainer coachte er sehr erfolgreich, fast 15 Jahre lang, bekannte Nationalspieler dieses angesehenen Sports. 2013 dann der Wendepunkt. Er fühlte sich zusehends ausgelaugt, realisierte, dass er genug vom Job, vom konventionellen Alltag hatte und entschied sich für einen Neubeginn, fernab jeglicher Norm.

Neustart
„Ich wollte weder arbeitslos noch ein Harz-IV-Fall werden, sondern finanziell unabhängig bleiben“, so beschrieb Freukes die damalige Situation. Er kündigte seine Wohnung, trennte sich von Materiellem und zog in den Odenwald. Für ihn selbstverständlich, denn seine Liebe für die Natur entwickelte er sehr früh als Kind. Mit seinem Vater zusammen verbrachte er viel Zeit im Wald, übte sich in der Jagd wie im Fischfang. Seine Nature-Skills baute Freukes auch während seiner Zeit als Golflehrer stetig aus. Den Schritt ins Aussteigerleben tat er also keineswegs blauäugig oder unüberlegt.
Schon nach kurzer Zeit in Freiheit berichteten diverse Medien über den Mann, der nun in der Wildnis lebt. Anfangs bot ihm ein Tipi ein Zuhause, nun konnte er sich in einer Jurtenhütte auf einer Holzkonstruktion samt Veranda häuslich niederlassen. Durch sein selbstgebautes Solardach versorgt er Handy und Laptop mit Strom. Denn ein Alltag vollkommen ohne Internet-Anbindung ist nicht ganz möglich, auch wenn sich die Verbindung nicht immer als einwandfrei erweist.

„Ich bin schon sehr naturbezogen, gerne kreativ, eher lösungsorientiert veranlagt und lieber einfach denkend als komplex!“
 

Seit fünf Jahren lebt Marc Freukes nun auf seine Art und Weise in der Hütte. Kürzlich jedoch eine schicksalshafte Nachricht: Das Bauamt stuft sein sorgsam aufgebautes Leben in der Wildnis, trotz Lage auf einem Privatgrundstück, als rechtswidrig ein. Kampflos will der Naturliebhaber seinen Lebensentwurf nicht aufgeben und setzt aktuell alles daran, sein Heim und Herzensprojekt zu retten. Denn ein Leben wie er es früher führte, ist für ihn nicht mehr vorstellbar.


Über Marc Freukes:
Marc Freukes stand und steht auch heute noch in engem Kontakt zu Freunden und Familie, schreibt Bücher und vermittelt sein Wissen in Outdoor-Workshops. Sein Wissen reicht von Pflanzenkunde und Erste-Hilfe-Outdoor bis zum Fliegenfischen und das Spurenlesen in der Wildnis. Wer mehr über Marc Freukes, sein Leben und auch sein Kursangebot erfahren möchte, besucht seine Website unter marc-freukes.de.

 

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