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Winter 2.0

Skifahren, Rodeln oder Touren gehen sind Klassiker für jeden ambitionierten Wintersportler. Wer es aufregender und extravaganter mag und dazu die ordentliche Portion Adrenalin braucht, sollte folgende drei Sportarten ausprobieren.

 

Snowkiting

Das gute am Snowkiten: Man muss keinen Berg hinauf. Der Nachteil: Man braucht auch auf ebenen Flächen genug Schnee. Für die Variante des Kitesailings benötigt man einen Zugdrachen, Ski oder ein Snowboard und vor allem genügend Wind. Wie beim Kitesurfen am Wasser lässt man sich vom Drachen über ebene Schneeflächen ziehen.

Wichtig ist, dass die Leinen stets unter Spannung stehen, da der Drachen ansonsten in sich zusammensackt. Der Geschwindigkeitsrekord beim Snowkiting liegt bei 112 km/h. Die besten Spots sind das Vinschgau oder der Reschensee in Italien sowie der Silverplansee im schweizerischen Engadin.

An beiden Hotspots werden jedes Jahr Rennen ausgetragen. Aber auch in ruhigeren Skigebieten mit genug freien Flächen ist Snowkiting möglich. Das beste daran: Wer mit Schneeschuhen oder Tourenski hochwandert, kann getrost auf einen Lift verzichten.

Snowkiting Feldberg

 

Firngleiten

Nicht neu aber dafür umso schöner ist das Firngleiten auf Frühjahrsschnee mit den Firngleitern, auch Figl genannt. Wer gerne durch schmale Rinnen zwischen Felsblöcken fährt, liegt mit diesen Modellen genau richtig. Im Gegensatz zum klassischen Skifahren lehnt man sich beim figln weiter nach hinten und sorgt so für genügend Auftrieb nach vorne. Wer schneller fahren will, lehnt sich weiter nach vorne.

Außerdem ist die Bindung im hinteren Teil des Skis montiert und die Sportgeräte sind nur maximal 66 Zentimeter lang. Häufig schneiden ambitionierte Fahrer auch alte Ski ab und basteln sich daraus ihre Figl. Obwohl der Trend insgesamt eher zurückgeht, gibt es immer noch Europameisterschaften im Figln mit bis zu 150 Teilnehmern pro Jahr. Auch bei Stammtischen oder zum Gaudi-Skifahren werden sie gerne eingesetzt.

Figln am Roßkogel (Nordostrinne)

 

Heliskiing

Welcher Wintersportler träumt nicht davon, auf einsamen, unberührten und mit frischem Pulverschnee bedeckten Hängen zu fahren? Ganz alleine, ohne Zuschauer, ohne lästiges Anstehen am Lift die allererste Spur ziehen.

Das muss kein Traum bleiben. Die Realität heißt Heliskiing. Heli-Guides bringen Snowboarder und Skifahrer auf den Berg und geleiten diese durch unberührten Tiefschnee wieder nach unten. Der Österreicher Hans Gmoser war 1960 der erste Heliskier in Kanada. Die Idee dahinter: Gästen ein einzigartiges Erlebnis bieten, dass die herkömmlichen Skitouren bei weitem übertrifft.

Beliebte Gebiete findet man in Österreich, der Schweiz, Neuseeland, Italien und Kanada, da sie über hohe und schneesichere Berge verfügen. Wer die absolute Einsamkeit bevorzugt, wählt für sein Heliskiing-Erlebnis die Region Kamtschatka im Nordosten von Russland. Hier fährt man Abfahrten mit bis zu 2.000 Meter Höhe am Stück hinunter – teilweise über aktive Vulkane.

Heliskiing Kanada

Titelbild (c) Erol Ahmed on Unsplash

 

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