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Must-Haves aus den 70ern

Spacige Lampen, quietschbunte Blumentapeten und schwere Holzmöbel: Die Einrichtung in den Siebzigern war definitiv schrill. Viele Klassiker schmücken noch heute unsere Wohnungen, wenn auch oft nur als Eye-Catcher in einem sonst sehr schlicht eingerichteten Raum. Wir zeigen fünf Kultklassiker für den 70er-Charme in den eigenen vier Wänden.

 

Es heißt nicht umsonst „Die wilden Siebziger“: Die jüngere Generation wendete sich von der älteren ab. Bunte Muster prägten Wohnungen, Kleidung und sogar Autos. Es ging um Rebellion, sexuelle Revolution und die Proteste gegen den Vietnam-Krieg. Mit diesen Entwicklungen kam auch der Wunsch nach etwas Neuem, das auffällt.

Extravagantes eroberte die Welt. Kommunen und Wohngemeinschaften ermöglichten eine neue Form des Lebens und vor allem junge Leute ließen sich von unkonventionellen Designobjekten beeindrucken. Alles nur nicht zurück, so lautete das Motto dieser Zeit. Alles was futuristisch war, wirkte wie ein Magnet auf diejenigen, die etwas ändern wollen.

Trotz allem Neuen wurden auch viele Möbelstücke teilweise von den 60ern übernommen. Der Stil der Siebziger ist also eine Mischung aus zwanzig Jahren Möbelhistorie.

 

Kommode aus Vollholz

Schlicht, praktisch und viel Platz: Kommoden oder Sideboards waren in den 70ern das Must-Have im Wohnzimmer. Besonderes Merkmal war die filigrane Schiebetüre. Bei manchen Modellen gab es zudem noch drei Schubladen, seitlich oder mittig angebracht. Heute findet man diese Modelle entweder auf den gängigen Gebrauchtplattformen oder in ähnlicher, aber neu auferlegter Form auch bei Onlineshops wie Connex.de oder pamono.de.

Foto: https://www.instagram.com/p/CLUpN7HnPvr/

 

Walter Knoll-Sofa

Teak war das Holz schlechthin. Deshalb durfte es natürlich auch beim Sofa von Walter/ Wilhelm Knoll nicht fehlen. Filigrane, schmal zulaufende Füße aus Holz, Armlehnen waren kein Muss und ziemlich schlichtes Design waren kennzeichnend für dieses Möbelstück.

Der Clou: Die Polster mancher Modelle konnten so gedreht werden, dass ein bequemes Schlafsofa entstand. Entworfen wurde es von der Firma Walter Knoll, die in den Siebzigern vor allem durch die edle Einrichtung von Konferenzräumen mit komfortablen Drehsesseln bekannt wurden.

Foto: https://www.instagram.com/p/CJglPxCLh8O/

 

Eames Lounge Chair

Zugegeben, den Eames Chair gab es schon Mitte der 60er. Trotzdem gehört er wie kein anderes Möbelstück genau in diese Epoche. Edel verarbeitetes Holz und weiches, robustes Leder machten ihn zum absoluten Chefsessel. Designt wurde er von Ray und Charles Eames. Heute liegen die alleinigen Herstellungsrechte des originalen Sessels bei der Designfirma Vitra.

Eames Lounge Chair: siehe Titelbild

 

Bogenlampen

Gemeinsam mit seinem Bruder Pier Giacomo hatte Achille Castiglioni die Vision einer Lampe, die am Boden steht, Licht direkt auf den Tisch projiziert und dabei so viel Platz lässt, dass man um den Tisch herumgehen kann. Die Idee entstand aus dem Wunsch, Lampen nicht an der Decke installieren zu müssen.

Ergebnis war die Arco-Leuchte, was auf italienisch "Bogen" bedeutet. Die Lampe besteht aus einem saturierten Stahlschaft, der teleskopartig ausfahrbar ist. So kann die Lampe bis zu 2,30 Meter hoch ausgefahren werden. Mit einer Tiefe von 2,20 Meter entstand ein sogenannter Torbogeneffekt.

Foto: https://www.pinterest.jp/pin/215539532155525859/?d=t&mt=login

 

Kunterbunte Farben

Schrille Farben, auffällige Muster, Flower Power: Die Tapeten der Siebziger Jahre fielen definitiv auf. Vor allem Anhänger der Hippie-Bewegung brachten damit ihren Widerstand zum Ausdruck. Nicht selten waren die Räume in Kommunen und Wohngemeinschaften voll von dem buntem Wandschmuck. Wer keine Tapete hatte, bemalte seine Wände. Tapeten aus den Siebzigern gibt es heute noch, zum Beispiel bei tapetender70er.de oder tapetenshop.com.

 

 

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