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Belstaff – was man über die Kultmarke wissen muss

Ein Kultobjekt schlechthin: Die Marke Belstaff ist seit ihrer Gründung 1924 für ihre ikonischen Jacken bekannt. Modelle wie Trialmaster, Fieldparka und Racemaster stehen hoch im Kurs.

 

Wann hat man es als Jackenmarke geschafft? Wenn die eigenen Modellnamen zum stehenden Begriff werden. Eine Trialmaster, eine V Racer oder eine Racemaster Jacke von Belstaff sind „once in a lifetime“-Produkte. Klassiker, die niemals aus der Mode kommen.

 

Doch wie schafft man solche Ikonen?

Ganz einfach, indem man sein Produkt so stimmig wie möglich macht. Das war schon die Intention der Gründer der Bekleidungsmarke Belstaff. 1924 von Eli Belovitch und seinem Schwiegersohn Harry Grosberg in Longton, Staffordshire gegründet. Im Nachkriegsengland wollten die beiden Motorradfahrern zuverlässigen Schutz gegen die Kapriolen des britischen Wetters bieten.

Also experimentierten sie mit einem Wachsüberzug für Baumwolle. Weil die Jacken nicht nur Regen, sondern auch Wind abhielten, sprach sich die Kunde von Belstaff schnell herum. Die Marke erweiterte ihr Sortiment und wurde 1948 zur Tochtergesellschaft von James Halstead.

Lederjacke Belstaff EUR 1.599.–

 

Mit dem Niedergang der britischen Textilindustrie war auch Belstaffs Mutter schwer angeschlagen. 1990 war das Unternehmen stark von der Textilkrise betroffen und musste einige ihrer Fabriken schließen. Das Label blieb allerdings in den Händen von James Halstead, der die Kollektion bis 2004 halten konnte und Belstaff zusätzlich in Europa, Australien und den USA vermarktete.

Der Kultstatus der Marke lockte italienische Investoren an. Deren Coup: Kate Moss als Werbegesicht der Marke anzuheuern. Als es im Jahr 2011 zur Übernahme durch die Labelux Gruppe kam, wurde Belstaff wieder als britische Traditionsmarke positioniert, mit Fokus auf Sportswear.

 

Britische Traditionsmarke

Im Zuge dieser Übernahme bekam das Unternehmen einen prominenten Unternehmensberater an die Seite gestellt: Tommy Hilfiger, selbst Investor bei Labelux, begleitete die internationale Repositionierung. Mit eigenen Läden in Mailand oder New York und Werbekooperationen mit bekannten Gesichtern wie David Beckham, Katherine Waterston oder auch Liv Taylor schraubte die Marke kräftig an ihrem Image.

So geschliffen, kam der Diamant unter den Kultmarken 2017 erneut auf den Markt. Diesmal schlug der britische Chemiekonzern Ineos zu, der dem exzentrischen britischen Milliardär Jim Ratcliffe gehört.

Dieser hat sich auf britische Kultmarken spezialisiert – unter anderem plant er, einen Geländewagen im Stil des Land Rover Defenders auf den Markt zu bringen, weil dieses so untrennbar mit Großbritannien verbundene Modell nicht mehr gebaut wird. Den Dresscode für alle Fans des Wagens kennen Sie bereits: ikonische Belstaff Jacken.

 

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